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Feb 16

Portrait eines … Hamburgers

Hamburger_grünHallo zusammen,

es gibt mal wieder etwas Neues. Wie man sieht habe ich mich mal wieder der Lebensmittel oder Food Fotografie gewidmet. Da ich ab und zu mal gerne einen komplett selbst gemachten Hamburger esse, wollte ich einen solchigen auch einmal so professionell in Szene setzen und Fotografieren, wie es professionelle Produkt- und Food-Fotografen machen. Ob mir das gelungen ist, müsst ihr beurteilen.

Wie von meinen Blog Einträgen nicht anders zu erwarten, gebe ich einen Einblick in die Entstehung dieses Fotos im Rahmen eines kleinen “Making Of”.
1. Vorbereitung: Besorgen aller Zutaten und Hilfsmittel. Was die Zutaten betrifft, sollten die Lebensmittel so knackig und frisch wie möglich und in ausreichender Menge beim Shooting zur Verfügung stehen. Als Hilfsmittel wurden Zahnstocher und Spritzen benutzt. Zu letzterem komme ich gleich noch.

Hamburger_Mo12. Tabletop Set einrichten: ursprünglich hatte ich einen komplett schwarzen Hintergrund geplant, sowie einen Untergrund mit leichter Spiegelung. Daher war das dann auch der Standardaufbau mit schwarzer Acrylglas-Platte als Untergrund und schwarzer Pappe als Hintergrund.

Der Hamburger selber wurde durch eine Softbox rechtsseitig belichtet und links durch eine kleine weiße Reflektorpappe aufgehellt. Den Hintergrund habe ich separat beleuchtet, und auf ihm so eine Art Schein um den Hamburger zu erzeugen. Das wirkt fast wie eine Vignette, und lenkt den Blick des Betrachters direkt auf das Motiv. Diese Art der Vignette ist also fotografisch erzeugt und nicht nachträglich in der Bildbearbeitung hinzu gekommen.

Eine solche Hintergrundbeleuchtung nutzt man auch in der Portraitfotografie von menschlichen Motiven, und ist daher eine übliche Technik. Wie man sehen kann ist meine Beleuchtung etwas improvisiert, die große Tageslichtlampe sitzt in einer alten Leselampenfassung, die ich noch mit Papier umwickelt habe um einen Lichtkreis auf dem Hintergrund zu haben, gleichzeigt wird der Hamburger noch von hinten oben beleuchtet. Das ganze ist auf einem alten Mikrofonständer befestigt.

Hamburger_Mo3Hamburger_Mo23. Motiv / Produkt / Hamburger vorbereiten: Den Hamburger habe ich ganz genauso vorbereitet, wie wenn ich ihn essen würde, was ich auch hinterher tat, denn ich will und kann kein gutes Essen wegwerfen! Alle Zutaten also geschnitten und sortiert. Ketchup und mit Lebensmittelfarbe noch zusätzlich gelb eingefärbter Senf, in Spritzen aufgezogen, um diese dann gezielt platzieren zu können.

Der Hamburger-Bratling brutzelte in der Pfanne, die untere Garnierung angerichtet, den Bratling drauf gewuchtet, ausgerichtet und gleich mit Zahnstochern fest gemacht. So bin ich dann auch mit den Tomaten, Zwiebeln und Gurkenscheiben verfahren. Am Ende hat man einen recht einseitigen Hamburger. Vorn Vorne hui .. von hinten .. naja .. eher kläglich anzusehen.

So habe ich den Hamburger dann in das vorher ausgeleuchtete Set platziert und nur noch die Kamera ausgelöst. Kameraeinstellungen und Licht hatte ich vorher schon durchgetestet und mit einem trockenen Hamburgerbrötchen fotografiert. In der Vorbereitung zu diesem Shooting kam mir noch die Idee es mal mit farbigen Hintergründen zu probieren. So habe ich vorher noch schnell einige farbige Fotokartons besorgt, und dort nur nacheinander ausgetauscht.

Hamburger_Mo44. Nachbearbeitung: Die ist schnell erklärt und relativ einfach. Zuerst die Fotos ausgewählt und in Lightroom importiert, dort im Großen farblich angepasst und aufgehellt, sowie bei einigen Stellen noch punktuell einige Modifizierungen vorgenommen. Dann das Foto gleich in Photoshop übergeben, um noch detailliertere Farbveränderungen vorzunehmen, wie zum Beispiel der Ketchup oder der Käse. Außerdem hier und da noch ein paar Makel beseitigt.

Ich hoffe ich hab Euren Gaumen nicht zu sehr gefoltert und Euch tropft jetzt nicht zu sehr der Zahn. Aber wenn ihr Appetit bekommen habt, ob nun auf einen leckeren selbstgemachten Hamburger oder aufs Fotografieren, dann war ja mein Blog-Artikel erfolgreich.

Feedbackt oder Kommentiert wenn ihr mögt.

Hamburger6er_final

2 Kommentare

  1. bert

    oh mann… so ein eintrag zur fastenzeit :) sieht echt lecker aus. und man muss sagen: dein original weicht deutlich weniger vom foto ab, als der mc donalds cheeseburger.

    1. zeroonevision

      lol :D .. ja da hast Du recht, und er war auch leckerererrrr

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