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Aug 09

Duftwasser im Bild

Hier habe ich mal ein reines Produktfoto gemacht. Es ist ein Projekt ohne Hintergrund, also allein zum Üben und Ausprobieren. Außerdem scheint es, daß ich im Moment ein größeres Interesse für Produkt- und Stilleben Fotografie entwickle.

Irgendwie war es für mich schon immer interessant wie in der Werbung, Katalogen, Zeitschriften oder ähnlichen Medien Dinge fotografiert wurden, so daß man denkt: “wow, cool !” Also fange ich gerade an damit zu experimentieren.

Nach einigen Video Workshops und gelesenen Artikeln habe ich nun angefangen das neu erworbene Wissen selber umzusetzen , wie in diesem Foto zu sehen. Als Motiv habe ich mir ein halbwegs in der Werbung übliches Motiv gesucht. Außerdem sollte es einige fotografischen Probleme aufweisen, die es zu lösen galt. In dem Falle die runde Flasche und das Material Glas.

Um es gleich vorweg zu nehmen: dieses Foto ist eine Komposition aus 4 Fotos. Als erstes habe ich den beinahe klassisch zu nennenden Lichtaufbau für Produktfotografie benutzt. Dabei kommt das Hauptlicht meist von oben und hinter dem Objekt bzw. Motiv. Es ist schräg von hinten auf die Flasche gerichtet. Um sie von vorn ausreichend auszuleuchten kommen nur Reflektoren zum Einsatz. In dem Fall wieder weiße Pappen.

Bei der Komposition des Fotos habe ich zuerst die Flasche genau parallel zur Kamera ausgerichtet, als auch den Untergrund, so daß deren Kanten parallel zum Rand des Fotos sind. Die Flasche stand auf einer Glasplatte und wurde über einen Reflektor auch leicht von unten beleuchtet. Dieser war mit einer blauen Folie versehen, so daß die Flüssigkeit oben in der Flasche diesen blauen Schimmer erhielt.

Vom Hauptlicht erhielt der schwarze Deckel schon einen schönen sichelförmigen Schein, der ihn gut vom Hintergrund trennte. Diesen wollte ich dann auch umlaufend haben. Der obere Schein wurde vom Hauptlicht, einer 40x60cm Softbox erzeugt, also brauchte ich dieselbe Lichtquelle um diesen Schein auch auf den vertikalen Kanten zu erzeugen. Da ich 2 gleiche Softboxen habe, konnte ich mit dieser zweiten Lichtquelle arbeiten. Richtig positioniert ergabe sich dieser Schein auch am vertikalen Rand der Flasche.

Um ihn auch an der Rundung der Flasche und des Deckels ebenso zu erhalten, mußte ich die Softbox auf dem Stativ weit ausfahren und nach unten neigen, so daß sie auf die Falsche von seitlich schräg oben schien. Da somit 4 Seiten gleichzeitig beleuchtet werden müßten und ich nur eine Softbox für dieses Licht zur Verfügung hatte, wand ich auf die übliche Technik der Foto Komposition an. Im Bild sind diese 4 Fotos zu sehen.

Diese habe ich dann in Photoshop geladen und in Ebenen übereinander ausgerichtet und in das zu Grunde liegende Foto habe ich dann nur den umlaufenden Schein aus den anderen Fotos “eingemalt” Das funktioniert über Masken und ist im Grunde recht einfach, aber nochmal ein Thema für sich. Außerdem habe ich auch eine übliche “Beauty Retusche” angewandt und Glaseinschlüsse, Unebenheiten und Fehler auf dem Etikett entfernt.

Hier rechts ist der gesamte Aufbau zu sehen. Auf dem Objektiv der Kamera steckt eine selbstgebaute Gegenblichtblende, die unerwünschten Lichteinfall von der Seite auf die Linse verhindert. Rechts oben im Foto sieht man die Softbox. In der Bildmitte das Objekt auf der Glasplatte. Wie man sieht ist dabei immer einiges improvisiert.

Vielleicht habt Ihr Anregunden oder Kritik zum Foto. Scheibt einen Kommentar !

1 Kommentar

  1. bert

    das making-of-axe foto finde ich cool. da wird einem mal der aufwand klar. und auch, dass man ruhig mal wieder herr der ringe gucken sollte :)

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