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Jul 27

Einen Schritt weiter …

… von der Lebensmittel bzw. Food Fotografie zur Produkt Fotografie. Es ist nur ein kleiner Schritt, denn die beiden Bereiche der Fotografie gehen, meines Erachtens, nahtlos ineinander über. Denn technisch gesehen passieren hierbei keine grundsätzlich verschiedenen Dinge. Das Studio Set-Up ist bei mir genau das Gleiche. Ein Table Top Setting also.

Table Top bedeutet nichts anderes als das Fotografieren der Motive auf einem Fototisch. Der Fototisch ist dabei auch nichts besonderes. Es kann ein alter Küchentisch sein, oder eine Art Küchentresen wie bei mir. Man kann komplett künstliche Beleuchtung wie Dauerlicht oder Blitz benutzen, oder auch bei entsprechender (Fenster) Lage, das Sonnenlicht, oder eine Kombination aus beidem.

Die Motive sind auch nicht so verschieden. Bei der Food Fotografie liegt das Hauptaugenmerk zwar auf dem abzubildenden Gericht, Speise, Dessert, Lebensmittel, Zutat oder Getränk. Aber um diese optisch ansprechend anzurichten benötigt man Teller, Tassen, Gläser, Besteck und dergleichen. Lässt man nun die Speisen und Lebensmittel weg, so hat man nur noch ein Produktfoto.

Produktfotos wird auch jeder selber kennen, der schon einmal ein Foto für ebay gemacht hat, oder machen wollte. Die meisten werden festgestellt haben, daß es gar nicht so einfach ist mit Hausmitteln ein gutes Foto eines Gegenstandes zu machen. Besonders dann wenn man es mit dem Hersteller Produktfoto oder einem Katalogfoto vergleicht.

Wer mehrere Sachen verkauft hat oder dies vor hatte, hat sich vielleicht einen weißen Hintergrund gekauft oder gebaut, möglicherweise auch ein Lichtzelt, da das ja der Standard ist, um professionell wirkende Produktfotos zu machen. Aber letzten Endes sehen dann auch all diese Bilder gleich aus. Und wenn man dennoch nicht viel Ahnung hat von Lichtsetzung, Kamerabedienung und dergleichen, sind Hilfsmittel wie ein Hintergrundsystem oder ein Lichtzelt kein Garant für gute Fotos.

Ich habe hier einmal für mich versucht, die Messlatte ein wenig höher anzulegen. Dabei hatte ich auch schon einen bestimmten Look im Kopf, den ich umsetzen wollte. Bei vielen professionellen Produkt- und Portraitfotos, die ich als “toll” empfand, war der Hintergrund nicht einfarbig, sondern hatte immer einen gewissen Schein um das Hauptmotiv.

Diesen erzeugt man recht einfach mittels einer Punkt-Lichtquelle, die auf den Hintergrund gerichtet ist und meißt vom Motiv verdeckt wird. In meinem Fall eine Tageslichtlampe mit ungefähr der Hälfte an Leistung wie der des Hauptlichts. Das kam wieder einmal hauptsächlich von oben und von schräg hinter dem Hauptmotiv.

Rechts und links waren entsprechend große weiße Pappen als Reflektoren angeordnet um den Vordergrund aufzuhellen. Wie man hier sieht, habe ich noch eine kleine besondere Schwierigkeit eingebaut, indem ich glänzende, reflektierende und runde Motive gewählt habe.

Die Herrausforderungen bei diesen Motiven im Detail zu erläutern würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, aber glaubt mir wenn ich Euch sage, daß es da einige Probleme zu lösen gibt.

Kurz zur Technik: Kamera auf Stativ mit 50mm 1.8 Objektiv bei Blende 16 oder 22 und entsprechend langer Belichtungzeit von bis zu 2 Sekunden. Leichte Retuschearbeiten, Farb- und Belichtungsanpassungen in Lightroom.

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