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Jun 08

Als mir ein Licht aufging … Teil 3

Jetzt möchte ich etwas genauer darauf eingehen, was nun die Lichtlein waren, die mir auf- bzw. angegangen waren.

Hier gibt es im Grunde 2 Teile. Einmal, was direkt mit der Kamera zusammenhängt, und zum anderen, was mit dem Motiv zusammen hängt.

Kamera~ oder fototechnisch versucht man als Fotograf vor allem 2 Dinge perfekt hin zu bekommen: zum einen die Belichtung, und zum anderen die Schärfe. Die Schärfe stellt heutzutage nicht mehr soooo das große Problem dar, mit den Autofokus Objektiven und der fortgeschrittenen Technik der Kamera, obwohl es da auch ein paar Regeln zu beachten gilt. Aber dazu vielleicht mal in einem anderen Artikel.

Der zweite und wesentliche Punkt betrifft die Belichtung. Und da haperte es bei mir. Denn in allen Modi außer dem manuellen Modus übernimmt die Kamera die Belichtungssteuerung, was auch oft passt, aber in spezielleren Lichtsituationen, z.B. Gegenlicht, Sonnenuntergang, starke Kontraste in Hell/Dunkel Bereichen usw. nicht so wirklich hin haut. Um dann das auf’s Foto zu bekommen, was man sich vorstellt, muss man selber eingreifen können und wissen, was man einstellen muss, damit das gewünschte Ergebnis raus kommt.

So sollte man erst einmal seine Kamera beherrschen und in- und auswendig kennen, bevor man sich an kreativere Fotos wagen kann. Wie bereits erwähnt oder da es auch wie ein roter Faden durch diese Artikel geht, hat Fotografie sehr viel mit Licht zu tun. Es gibt das Umgebungslicht, welches von der Sonne kommt, dann gibt es künstliches Licht aus verschiedenen Quellen: Glühlampen, Leuchtstofflampen, Blitzlampen, LEDs. Wenn man nicht ausschließlich mit Umgebungslicht fotografieren will, muss man zum einen in Verständnis für die unterschiedlichen Lichtquellen entwickeln, als auch mit die Kamera komplett beherrschen und im manuellen Modus fotografieren. Denn erst dann kann man mit allen Lichtquellen, auch gemischt, arbeiten.

Beim Blick durch den Sucher der Kamera hat man mittig unter dem Sucherbild die Anzeige des Belichtungsmessers. Idealerweise sollte der kleine Zeiger mittig unter der Nullstellung stehen. Nach rechts geht es Belichtungsstufen rauf, nach links runter. Ich hab auf diesen früher kaum geachtet, weil ich auch nicht wirklich wußte, was ich tun kann oder sollte, bei einer bestimmten Anzeige. Es ist aber ganz einfach, hat man es erst einmal verstanden. Würde in diesem Fall der Zeiger rechts bei +1 oder +2 (Belichtungsstufen) stehen, dreht man auch am Wählrad für die Verschlusszeit nach rechts und verkürzt damit die Belichtungszeit, oder schließt die Blende ein oder 2 Stufen.

Somit ist man in der Lage, die Anzeige des Belichtungsmesser zu interpretieren und entsprechend seine Einstellungen anzupassen. Auch war mir vorher nicht so geläufig, das eine Belichtungsstufe oder Blendenstufe eine Verdopplung oder entsprechend Halbierung der einfallenden Lichtmenge bedeutet. So halbiert man die Lichtmenge, wenn man an Objektiv von Blende 2 auf 2.8 geht. Oder Verdoppelt die Lichtmenge, wenn man die Verschlusszeit von 1/160s auf 1/80s einstellt. Volle Blendenstufen/Verschlusszeiten bedeuten immer Verdopplung oder Halbierung der Lichtmenge. Moderne DSLRs haben aber meist eine Drittelteilung dazwischen um feinere Abstufungen zu ermöglichen, wie man an den kleinen Strichen im Bild oben erkennen kann. Ältere Kameras oder Objektive, wie mein Flektogon 2,8 / 35mm haben halbe Stufen.

Dieses ist ein sehr komplexes und umfangreiches Thema, welches ich hier nur anschneiden kann, sonst wird das ein Roman, und ich kann gleich ein Buch schreiben!

Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2

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  1. Als mir ein Licht aufging … Teil 2 » zeroonevision | zeroonevision

    […] Erkenntnisse ich aus den Workshops erlangt habe, so daß mir mein Lichtlein aufging, der liest im dritten Teil […]

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