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Mai 14

Als mir ein Licht aufging …

Kerze, rotAls mir ein Licht aufging, bin ich mit meiner Fotografie ein ganzes Stück weiter gekommen. Zumindest mit dem Verständnis der Materie. Einige fotografische Ergebnisse dieser “Erleuchtung” sind hier schon in den Artikeln zu sehen. Viele mehr werden hoffentlich noch folgen. Auch ist dieser Fotoblog ein direktes Ergebnis dieser Entwicklung. Denn mit dem Fotoblog möchte ich nun meinen fotografischen Fortschritt für mich und andere dokumentieren, als auch meine Erkenntnisse weiter geben und zeigen wie bestimmte Fotos entstehen.

Wo fange ich am Besten an ? Vielleicht nicht beim Urschleim, aber schon eher am Anfang. Fotografie ist eine Kunstform und sie ist ein Handwerk. Eigentlich auch eine Sprache oder Ausdrucksform. Wie man sie auch bezeichnen mag, eins ist allen gemein: um sich vollständig ausdrücken zu können, muss man die Grundlagen beherrschen. Bei der Sprache ist das das Alphabet, beim Handwerk die Handgriffe und das Werkzeug, Ein Musiker drückt sich über sein Instrument aus, er beherrscht das Alphabet der Musik, die Noten. Ich widme mich hier der Fotografie, was werde ich hier beherrschen müssen ?

Nun, zuerst einmal meine Kamera, dann das Licht und vielleicht noch mein Motiv. Und schon kann ich atemberaubende tolle Fotos machen, richtig ? Naja, fast! Als ein großer Elektronikdiscounter in meiner Stadt eine neue Filiale eröffnete, habe ich schon auf solch ein Angebot gehofft, und so ergab es sich, daß ich mir meine erste digitale Spiegelreflex-Kamera gekauft habe. Eine Canon EOS 1000D. Sicherlich das kleinste Einsteigermodell, aber es war im Budget und man muss ja irgendwo anfangen. Nun hatte ich eine tolle Kamera, sah aus wie andere Hobby-Profi-Fotografen, aber so wirklich tolle Bilder hab ich die ersten Jahre nicht gemacht.

Anfänglich hab ich kurz im Vollautomatik Modus fotografiert. Durch die Beschäftigung mit der Kamera und ihrer Modi bin ich dann auf dem [P]-Modus geblieben. Besitzer solcher Kameras witzeln gern mt einem Augenzwinkern, daß das ja der “[P]rofi-Modus” ist. Das ist er natürlich nicht! Profis fotografieren [M]anuell.

Für alle Nicht-Fotografen möchte ich mich hier an ein paar Beispielen versuchen, die vielleicht alle verstehen werden. Wenn man ein Auto mit Automatikgetriebe fährt, ist das bequem und angenehm in den meisten Situationen. Will man aber ein anderes Auto überholen, bereitet man das als Fahrer meistens schon länger vor, man schaut vorraus wann die Gegenfahrbahn frei wird, und stellt sich auf den Überholvorgang ein. Das Auto weiß bis dahin aber nichts von meinem Vorhaben und “denkt sich” wir fahren immer so weiter wie bisher, im 5. oder 6. Gang gemütlich lang hin. Dann muss ich das Gas durchtreten (den sog. Kick Down) und nun weiß das Auto es ist Power gefragt, schaltet ein paar Gänge runter und sprintet los. Das hat einiges an Verzögerung zur Folge. In einem Auto mit Schaltgetriebe habe ich die Kontrolle, weiß im vorraus, was ich machen werde, lege schon den richtigen Gang ein, gebe entsprechend Gas und überhole viel zügiger und eventuell auch motorschonender.

Nun ein Beispiel, welchem vielleicht auch die weiblichen Leser folgen können. In deutschen Haushalten sind sicherlich mit die teuersten Küchen verbaut, aber wer nutzt diese noch vollständig ? Egal, zumindest das Handwerkszeug ist vorhanden. Jeder der schon einmal ein Gericht vollständig aus frischen Zutaten gekocht hat, weiß das dieses immer irgendwelchen TK-Produkten oder zusammengerührten Pülverchen überlegen ist. Auch hier behält man die Kontrolle in der Hand und gibt sie nicht in fremde Hände.

So verhält sich das auch mit dem Fotografieren im manuellen Modus bei der Kamera. Jeder andere Modus beinhaltet irgendwelche Automatiken, die einem die Kontrolle über das gewünschte Ergebnis zu einem gewissen Teil entziehen. Gerade als Anfänger sind die Automatiken sicherlich sehr hilfreich um akzeptabel belichtete Fotos zu machen, aber als fortgeschrittener Amateur Fotograf erobert man sich Stück für Stück die volle Kontrolle über das Metier der Fotografie.

Wie das bei mir kam, folgt im zweiten Teil !

1 Kommentar

2 Pings

  1. bert

    jetzt wird es interessant… :)

  1. Als mir ein Licht aufging … Teil 2 » zeroonevision

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  2. Als mir ein Licht aufging … Teil 3 » zeroonevision | zeroonevision

    […] geht es zu Teil 1 und Teil […]

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